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Thyssenkrupp Aktienanalyse zeigt die Entwicklung vom Stahlgiganten zur Hightech-Industrie auf

von Andreas Bernstein

Thyssenkrupp gehört zu den traditionsreichsten Industriekonzernen Deutschlands und hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Gegründet wurde der Konzern bereits im 19. Jahrhundert. Vom Start an spielte das Unternehmen eine zentrale Rolle in der Stahlproduktion und dem Maschinenbau Deutschlands. Über Jahrzehnte hinweg wuchs es dann zu einem weltweit führenden Technologiekonzern heran, der sich auf verschiedene Industriebereiche spezialisierte – von Aufzugsystemen über Automobilzulieferungen bis hin zur Chemieanlagenproduktion. Doch mit der Globalisierung und den strukturellen Veränderungen in der Stahlindustrie geriet Thyssenkrupp zunehmend unter Druck. Dies führe ich hier gern genauer aus.

Zuvor blicken wir auf die Bedeutung am Aktienmarkt, die das Unternehmen als Gründungsmitglied des DAX viele Jahrzehnte einnahm.

Thyssen AG und die Zeit im DAX

Eine bedeutende Ära in der Geschichte des Unternehmens begann 1999 mit der Fusion der Thyssen AG und der Fr. Krupp AG Hoesch-Krupp zu Thyssenkrupp. Der Konzern entwickelte sich schnell zu einem Schwergewicht in der deutschen Industrie und war seit der Gründung Teil des DAX, des wichtigsten deutschen Aktienindex. Über Jahre hinweg galt Thyssenkrupp als Symbol für deutsche Ingenieurskunst und industrielle Stärke. Dies war auch über die Grenzen von Deutschland hinweg bekannt.

Doch mit der Finanzkrise 2008 und den zunehmenden Herausforderungen in der globalen Stahlbranche geriet das Unternehmen in Schwierigkeiten. Hohe Schulden, Verlustgeschäfte und Fehlinvestitionen – unter anderem teure Stahlwerke in Brasilien und den USA – belasteten den Konzern. Schließlich musste Thyssenkrupp 2019 aus dem DAX absteigen, da die Marktbewertung nicht mehr ausreichte, um sich unter den 30 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands zu halten. Ab diesem Zeitpunkt notierte die Aktie im MDAX und damit in der „zweiten Reihe“.

Dieser Rückschlag markierte den Beginn einer tiefgreifenden Umstrukturierung, aber auch einen weiteren Verfall des Aktienkurses. Erst ab Oktober 2024 erholte dieser sich, wie hier deutlich zu sehen ist:

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Neuausrichtung und strategischer Wandel

Die vergangenen Jahre waren geprägt von Umstrukturierungen und strategischen Neuausrichtungen. Die traditionelle Stahlsparte kämpfte mit Überkapazitäten und Preisschwankungen auf dem Weltmarkt und hatte viele Entlassungen zur Folge. Die sehr gut laufende Aufzugsparte, welche lange Zeit einer der profitabelsten Geschäftsbereiche des Konzerns war, wurde im Jahr 2020 verkauft. Damit sollte finanzielle Stabilität gewährleistet werden. Parallel dazu setzte Thyssenkrupp verstärkt auf Innovationen und Zukunftstechnologien, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Das macht sich nun bezahlt!

Fokus auf nachhaltige Technologien

Ein zentraler Schwerpunkt liegt heute auf nachhaltigen Lösungen und der Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie. Besonders im Bereich grüner Wasserstoff sieht das Unternehmen große Chancen. Durch die Entwicklung von Elektrolyseuren, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten, will Thyssenkrupp eine Schlüsselrolle in der Energiewende spielen. Wasserstoff gilt als essenzieller Bestandteil einer klimafreundlichen Zukunft, insbesondere in der Stahlproduktion, wo er als Ersatz für kohlenstoffintensive Prozesse genutzt werden kann. Dies soll auch tendenziell für Antriebe genutzt werden, wie in der Flugbranche. Eine entsprechende News von der Unternehmensseite binde ich hier ein:

Auch im Bereich der modernen Werkstofftechnologien setzt Thyssenkrupp verstärkt auf Innovationen. Hochleistungsmaterialien für die Luft- und Raumfahrt, leichte, aber stabile Metalllegierungen für die Automobilindustrie und intelligente Fertigungstechniken sind wichtige Zukunftsfelder. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Digitalisierung seiner Produktionsprozesse voran, um effizienter und nachhaltiger zu werden.

Ausblick von Thyssenkrupp geprägt von Innovationen

Der Ausblick für Thyssenkrupp hängt nun maßgeblich davon ab, wie erfolgreich die Transformation gelingt. Der Konzern steht vor der Herausforderung, sich von einem klassischen Stahl- und Maschinenbauunternehmen zu einem Hightech-Konzern mit nachhaltigen Lösungen zu entwickeln. Die Investitionen in grüne Technologien und digitale Innovationen zeigen, dass Thyssenkrupp bereit ist, diesen Wandel aktiv zu gestalten.

Mit einer klaren Strategie und dem richtigen Innovationsgeist könnte das Unternehmen in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle in der Industrie der Zukunft spielen. Der Abstieg aus dem DAX war ein Rückschlag, doch wenn die Neuausrichtung gelingt, könnte Thyssenkrupp wieder zu den führenden Industriekonzernen gehören – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Eine Rückkehr in den DAX ist damit nicht ausgeschlossen.

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Das Video zur ThyssenKrupp Aktienanalyse

Im Format „US-Aktien im Fokus“ nehmen Roland Jegen und Andreas Bernstein regelmäßig US-Aktien näher unter die Lupe. Heute ist die ThyssenKrupp das Thema des Tages, anbei das Video:

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Die Analysen konzentrieren sich dabei sowohl auf Fundamentaldaten als auch auf die Charttechnik.

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Aktien Research Andreas Bernstein

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